Wie sich Cannabissorten in Thailand unterscheiden
Auf einen Blick
Eine Cannabissorte, auch Kultivar genannt, ist eine benannte genetische Linie der Pflanze. Sorten unterscheiden sich in zwei Punkten, die für die meisten Menschen relevant sind: ihrer Abstammung (Indica, Sativa oder Hybrid) und ihrer Terpenzusammensetzung, die für das charakteristische Aroma und den Geschmack verantwortlich ist. In Thailand dürfen lizenzierte Fachgeschäfte Cannabis an Erwachsene ab 20 Jahren verkaufen, die einen gültigen Ausweis vorlegen.
Das Wichtigste
- “Sorte” und “Kultivar” bezeichnen dasselbe: eine genetische Linie, die für bestimmte Merkmale wie Aroma, Geschmack und Erscheinungsbild gezüchtet und benannt wurde.
- Indica, Sativa und Hybrid sind Bezeichnungen für Genetik und Wuchsform, keine Versprechen über das Verhalten einer Pflanze.
- Terpene sind die aromatischen Verbindungen, die für den Duft und Geschmack einer Sorte verantwortlich sind, von Zitrus und Kiefer bis hin zu Beere, Minze und Diesel.
- Cannabis wurde 2022 von Thailands Betäubungsmittelliste gestrichen. Käuferinnen und Käufer müssen mindestens 20 Jahre alt sein und einen Ausweis mitführen. Der Verkauf erfolgt ausschließlich über lizenzierte Fachgeschäfte.
Siam Green hat fünf Filialen in Thailand: Phrom Phong, Silom, Nana, Chinatown und Koh Samui (Chaweng).
Wer ein Fachgeschäft in Bangkok oder auf Koh Samui betritt, sieht Behälter mit Namen wie Pink Certz, Vanilla Cake oder Charlotte’s Angel. Diese Namen sind Branding. Dahinter steckt Pflanzengenetik, und wer weiß, wie Sorten sortiert und benannt werden, dem wirkt die Wand der Behälter nicht mehr wie ein Zufallssammelsurium. Dieser Leitfaden erklärt, was eine Sorte tatsächlich ist, wie die Bezeichnungen Indica, Sativa und Hybrid funktionieren, woher Aroma und Geschmack stammen und wie die Cannabis-Vorschriften in Thailand gelten.
Was eine Sorte tatsächlich ist
Im Alltag sagt jeder Sorte. Pflanzenwissenschaftler bevorzugen Kultivar, kurz für kultivierte Varietät, weil dies der korrekte botanische Begriff ist. Beide Begriffe meinen dasselbe: eine spezifische genetische Linie, die ein Züchter ausgewählt und stabilisiert hat.
Ein neues Kultivar entsteht in der Regel als Kreuzung zweier Elternpflanzen. Pink Certz beispielsweise geht auf eine Kreuzung von The Menthol mit Grape Gasoline zurück. Sobald eine Kreuzung über Generationen hinweg konstante Merkmale zeigt, erhält sie einen Namen und kommt in den Umlauf. Das Etikett auf dem Behälter ist größtenteils Marketing. Die darunter liegende Genetik ist das, was das Vanilla Cake eines Fachgeschäfts mit dem eines anderen gemeinsam hat, von Anbauvariationen abgesehen.
Indica, Sativa und Hybrid: Genetik, kein Stimmungskompass
Die älteste Methode zur Sortierung von Cannabis ist die Einteilung in Indica, Sativa oder Hybrid. Ursprünglich beschrieben diese Bezeichnungen, woher eine Pflanze stammte und wie sie wuchs. Indica-Typen neigten dazu, kurz und breitblättrig zu sein, Sativa-Typen waren größer und schmalblättrig, Hybride eine Mischung aus beidem. Nach Jahrzehnten der Kreuzzüchtung ist fast alles auf einem modernen Regal irgendwie ein Hybrid, sodass die alten Bezeichnungen eher als grobe Herkunftskarte denn als Vorhersagewerkzeug zu verstehen sind.
Davon zu trennen ist der Cannabinoidgehalt. Wie viel THC oder CBD eine Pflanze enthält, ist eine andere Dimension als die Frage, ob sie als Indica oder Sativa eingeordnet wird. Einige Kultivare werden mit einem hohen CBD- und niedrigen THC-Gehalt gezüchtet, andere umgekehrt. Falls Ihnen dieser Unterschied neu ist, erläutert unser Artikel zu THC und CBD die Details.
Woher Aroma und Geschmack stammen
Öffnet man zwei Behälter, riecht einer nach frischen Beeren, der andere nach Diesel und Kiefer. Dieser Kontrast kommt größtenteils von Terpenen, den aromatischen Verbindungen, die die Pflanze in ihren Harzdrüsen, den Trichomen, produziert.
Terpene sind nicht einzigartig für Cannabis. Limonen ist dieselbe Verbindung, die Zitrusschalen nach Zitrus riechen lässt. Pinen findet sich in Kiefernnadeln, Myrcen in Mango und Hopfen, und Caryophyllen verleiht schwarzem Pfeffer seine Schärfe. Die spezifische Mischung, die ein Kultivar produziert, ist seine Duftsignatur und geht direkt in den Geschmack über. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Sorte als zitrusbetont, erdig oder süß beschreiben, sind Terpene gemeint.
Cannabis-Vorschriften in Thailand
Thailand hat Cannabis 2022 von seiner Betäubungsmittelliste gestrichen, weshalb lizenzierte Fachgeschäfte heute offen in Bangkok und auf Koh Samui betrieben werden. Einige Grundregeln gelten landesweit. Man muss mindestens 20 Jahre alt sein, und ein lizenziertes Fachgeschäft wird nach einem Ausweis oder Reisepass fragen. Verkäufe an Minderjährige sowie an schwangere oder stillende Frauen sind nicht gestattet. Das Konsumieren von Cannabis an öffentlichen Orten kann als Ordnungswidrigkeit gewertet werden und bleibt daher eine private Angelegenheit.
Der rechtliche Rahmen ist noch in Entwicklung, und die Vorschriften wurden seit 2022 mehrfach überarbeitet, darunter Tendenzen in Richtung eines Modells für medizinische Verwendung. Es gelten die Regeln, die zum Zeitpunkt des Besuchs in Kraft sind. Daher empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Rechtslage, anstatt sich auf ältere Artikel zu verlassen. Das Personal in einem lizenzierten Fachgeschäft kann über den aktuellen Stand informieren.
Persönlich nachfragen
Siam Green hat fünf Filialen in Thailand: Silom, Chinatown, Phrom Phong, Nana und Chaweng. Das Team in jeder Filiale kann erklären, wie Sorten benannt und klassifiziert werden, was ein Terpenprofil bedeutet und wie die Cannabis-Vorschriften in Thailand in der Praxis aussehen. Neu beim Thema Cannabis? Fragen Sie einfach nach. Genau dafür ist das Team vor Ort.
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