Kann Cannabis Erbrechen auslösen? Das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom (CHS) erklärt

Von Siam Green · · Aktualisiert 10. Mai 2026
CBD-Produkte für Haustiere in Thailand, Siam Green Cannabis Co

Cannabis ist für seine möglichen gesundheitsbezogenen Eigenschaften bekannt. Manche Patienten greifen darauf zurück, um Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Übelkeit und Erbrechen zu lindern. Forscher weisen darauf hin, dass die Cannabinoide in Cannabis in bestimmten Situationen wirksamer sein können als manche klassische Medikamente gegen Übelkeit. Eine umfangreiche Studienübersicht zeigte zudem, dass über 96 Prozent der konsumierenden Personen berichteten, ihre Übelkeit habe innerhalb einer Stunde nach dem Konsum nachgelassen.

Weniger bekannt ist, dass Cannabis ebenso die gegenteilige Wirkung entfalten kann, also Übelkeit oder Erbrechen auslösen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

Auf die Frage, ob Cannabis Erbrechen auslösen kann, lautet die Antwort: JA. Der medizinische Fachbegriff für genau diesen Vorgang nach dem Cannabiskonsum lautet Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom, kurz CHS.

Was ist das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom (CHS) genau?

„Hyperemesis” bezeichnet starkes, heftiges Erbrechen. Das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom tritt auf, wenn nach langjährigem Cannabiskonsum wiederholt Episoden von Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auftreten. Wichtig dabei: nicht jeder Konsumierende erlebt CHS. Die Episoden dauern in der Regel 24 bis 48 Stunden und können zu Dehydration und Gewichtsverlust führen. Wer CHS entwickelt, kann bereits bei geringen Mengen heftige Symptome erleben. Forscher raten klar: Der zuverlässigste Weg, CHS zu vermeiden, ist die Einstellung des Konsums.

Welche Ursache liegt zugrunde? Eine berechtigte Frage.

Die ehrliche Antwort lautet, dass die genaue Ursache nicht bekannt ist. Es gibt jedoch eine plausible Theorie. CHS könnte entstehen, wenn die Rezeptoren im körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS) über sehr lange Zeit überreizt werden, sodass die Steuerung von Übelkeit und Erbrechen aus dem Gleichgewicht gerät. Wie bereits erwähnt, entwickelt längst nicht jeder Langzeitkonsument CHS. Wer jedoch 10 bis 12 Jahre durchgehend konsumiert, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko.

Welche Symptome treten auf?

CHS macht sich meist erst nach mehreren Jahren intensiven Konsums bemerkbar. Typische Anzeichen sind:

Die Schwere hängt von der jeweiligen Phase ab. Drei Hauptphasen sind zu unterscheiden:

  1. Prodromalphase: die häufigste Phase bei Personen, die bereits als Jugendliche mit dem Konsum begonnen haben. Bauchschmerzen oder morgendliche Übelkeit, gelegentlich Angst vor dem Erbrechen, ohne dass es tatsächlich dazu kommt. Diese Phase kann sich über Monate oder Jahre erstrecken.

  2. Hyperemetische Phase: diese Phase dauert in der Regel 24 bis 48 Stunden. Wiederkehrendes Erbrechen, Übelkeit und Dehydration sind charakteristisch. Manche Betroffene meiden bestimmte Lebensmittel oder reduzieren die Nahrungsaufnahme.

  3. Erholungsphase: sie setzt ein, sobald der Konsum vollständig eingestellt wird, auch kleinste Mengen. Nach einigen Tagen oder Monaten klingen die Symptome ab und verschwinden vollständig. Normales Essen wird wieder möglich. Sobald der Konsum wieder aufgenommen wird, kann CHS zurückkehren.

Wie wird das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom behandelt?

Bei starkem Erbrechen kann ein Besuch in der Notaufnahme erforderlich sein. Dort erhalten Sie in der Regel Infusionen gegen die Dehydration, Medikamente gegen Schmerzen und Erbrechen sowie häufig den Hinweis, heiß zu duschen. Eine vollständige Auflösung von CHS ist nur durch den vollständigen Verzicht auf Cannabis möglich. Die Symptome können nach dem Verzicht auf Cannabis noch eine Zeit lang nachklingen, lassen mit der Zeit jedoch nach.

Cannabis lindert Übelkeit. Warum löst es sie dann auch aus?

Die Forschung sucht hier weiterhin nach klaren Antworten. Eine Möglichkeit liegt in der Dosierung. Heutige Produkte weisen einen THC-Gehalt von rund 15 bis 20 Prozent auf. In den 1990er-Jahren lag dieser häufig bei nur 4 bis 5 Prozent. Ein weiterer Ansatzpunkt: Cannabis enthält über 100 aktive Verbindungen. Manche docken an Rezeptoren im Gehirn an und dämpfen Übelkeit, andere greifen im Magen-Darm-Bereich an und fördern Erbrechen. Fachleute vermuten, dass CHS-Episoden entstehen, wenn dieses Gleichgewicht aus der Balance gerät. Viele Betroffene erhöhen den Konsum in der Hoffnung, die Beschwerden zu mildern. Tatsächlich verstärken sie diese auf diese Weise.

Auf den Punkt gebracht

Cannabis kann Übelkeit lindern und ebenso auslösen, weil die zahlreichen aktiven Cannabinoide auf Rezeptoren wirken, die sowohl Anti-Brechreiz- als auch Pro-Brechreiz-Reaktionen steuern. Wer über lange Zeit häufig konsumiert, vor allem ab dem Jugendalter, entwickelt eher ein Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom (CHS). Es trifft jedoch nicht jeden Langzeitkonsumenten. Wer CHS hat, leidet unter wiederkehrender Übelkeit (häufig morgens), Erbrechen und heftigen Bauchschmerzen. Der zuverlässigste Weg zur Linderung bleibt der vollständige Verzicht auf den Konsum. Bei medizinischen Anliegen empfehlen wir die Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Come say hi.

Drop into the nearest branch. We're better in person.

See all five branches →