Cannabis und Tabak im Vergleich
Cannabis und Tabak werden häufig miteinander verglichen. Beide werden inhaliert, in ihrer Wirkung auf Körper und Psyche unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Häufig wird angenommen, Cannabis sei weniger belastend als Tabak. Im Folgenden ordnen wir die zentralen Aspekte sachlich ein, einschließlich der Frage nach einem kombinierten Konsum.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Cannabis bezeichnet die Blätter, Blüten und Knospen der Pflanze, die psychoaktive Verbindungen enthalten.
- Tabak ist die Grundlage von Zigaretten und enthält als Hauptwirkstoff Nikotin.
- Cannabis gilt im Vergleich zu Tabak als weniger krebserregend und weniger abhängig machend.
- Beide Substanzen belasten Körper und Psyche.
- Eine Kombination beider Substanzen wird nicht empfohlen. Übelkeit, Schwindel und Angstgefühle sind mögliche Folgen.
Cannabis und Tabak im Überblick
Cannabis ist eine Pflanze mit psychoaktiven Verbindungen, vor allem Tetrahydrocannabinol (THC), ergänzt durch eine Reihe verwandter Substanzen. Blätter, Blüten und Knospen werden auf verschiedenen Wegen konsumiert, am häufigsten inhalativ.
Tabak ist der zentrale Bestandteil von Zigaretten und wird aus getrockneten Tabakblättern gewonnen. Hauptwirkstoff ist Nikotin, eine toxische und stark abhängig machende Verbindung, die auch in E-Zigaretten zu finden ist. Tabakrauch enthält zudem tausende weitere Stoffe, einige davon nachweislich krebserregend.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Beide Substanzen wirken auf die Psyche. Tabak wirkt anregend. THC in Cannabis kann je nach Begleitstoffen anregend oder dämpfend wirken. Cannabisrauch gilt als weniger krebserregend als Tabakrauch. Nikotin wird hingegen als stärker abhängig machend eingestuft als Cannabis. Bei beiden Substanzen können Entzugserscheinungen auftreten.
Ein weiterer Unterschied: Cannabis kann auch oral aufgenommen werden, etwa in Form von Lebensmitteln. Das Schlucken von Tabak ist hingegen gefährlich.
Wie wird die Wirkung beschrieben?
Wirkung von Cannabis
THC ist die zentrale Verbindung mit psychoaktiver Wirkung. Es gelangt über das Blut ins Gehirn und bindet dort an Rezeptoren. Zu den beschriebenen Effekten gehören entspannte Empfindungen, eine veränderte Wahrnehmung, gesteigerter Appetit, kreative Anregung und eine intensivere Wahrnehmung von Geruch, Geschmack und Klang.
Wirkung von Tabak
Nikotin macht zügig abhängig. Es regt im Gehirn die Ausschüttung von Adrenalin und Dopamin an, was als angenehm empfunden werden kann. Sobald der Nikotinspiegel sinkt, entsteht erneutes Verlangen. Bei Abhängigkeit treten Entzugserscheinungen auf: Konzentrationsprobleme, Nervosität, Unruhe und Reizbarkeit. Aus dem Verlangen entwickelt sich häufig die nächste Zigarette.
Risiken im Vergleich
Körperliche und psychische Risiken von Cannabis
Langfristiger und intensiver Konsum kann Spuren hinterlassen. Schon der reine Konsum bringt körperliche Risiken mit sich, darunter Lungenkrebs. Weitere mögliche Risiken:
- Chronische Bronchitis
- Geschwächtes Immunsystem
- Erhöhtes Risiko für opportunistische Infektionen bei HIV-positiven Personen
Auch psychisch sind Effekte möglich:
- Eingeschränktes Gedächtnis und kognitive Leistung
- Verzögerte Hirnentwicklung bei jüngeren Personen
- Mögliche Psychosen
- Niedergedrückte Stimmung und Angstgefühle
Körperliche und psychische Risiken von Tabak
Die kontinuierliche Aufnahme zahlreicher Schadstoffe belastet den Körper. Nikotin verengt die Gefäße, das Herz arbeitet stärker. Lungenkrebs ist wie bei Cannabis ein Risiko, hinzu kommen jedoch weitere Folgen:
- Asthma und Lungenemphysem
- Eingeschränkte sexuelle Erregbarkeit bei Männern
- Verringerte Chancen auf eine Schwangerschaft bei Frauen
- Niedrigeres Geburtsgewicht und gesundheitliche Folgen für Säuglinge
- Bluthochdruck
- Schwächere Immunabwehr
- Schlaganfall, Herzinfarkt und weitere Herzerkrankungen
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Psychisch wirkt sich Tabak ebenfalls aus:
- Höheres Risiko für psychische Erkrankungen
- Höheres Risiko für weitere Abhängigkeiten
- Angstgefühle und niedergedrückte Stimmung
- Nervosität, Unruhe und ausgeprägtes Verlangen
In der Gesamtschau gilt: Cannabis wird als weniger belastend eingestuft als Tabak, da es weniger abhängig macht. Das bedeutet nicht, dass Cannabis frei von Risiken ist. Der sicherste Weg ist der Verzicht auf beides.
Was passiert beim Mischen?
Manche Anwender konsumieren Cannabis gemeinsam mit Tabak. Die üblichen Gründe: Kostensenkung, verbessertes Abbrennverhalten und kulturelle Gewohnheit.
Bei kombinierter Aufnahme können folgende Effekte auftreten:
- Stärkere und länger andauernde Wirkung
- Höherer Puls, höherer Blutdruck und stärkere Belastung des Herz-Kreislauf-Systems
- Übelkeit und Schwindel
- Angstgefühle
Eine Studie aus 2009 zeigt, dass Tabak im Joint den THC-Gehalt im Rauch erhöht und die Wirkung verstärkt. Sicher ist diese Kombination nicht, da gleichzeitig deutlich mehr Schadstoffe aufgenommen werden.
Fazit
Inhalativer Konsum bleibt risikoreich, unabhängig von der Substanz. Cannabis macht weniger abhängig, dennoch belasten beide Substanzen Lunge und allgemeinen Gesundheitszustand bei langfristiger Anwendung. Körper und Psyche tragen die Folgen. Ein wichtiger Unterschied: Cannabis lässt sich auch oral aufnehmen, Tabak nicht. Vom Mischen wird abgeraten, da es die Belastung erhöht.
Für eine persönliche Beratung im Rahmen der thailändischen Vorschriften (PT 33) besuchen Sie eine unserer Filialen in Bangkok oder auf Koh Samui. Ein gültiges Ausweisdokument ist erforderlich.