Thailands Cannabis-Reise: Von der alten Kultur zur Gegenwart

Von Siam Green · · Aktualisiert 27. Juli 2026
Thailands Cannabis-Reise: Von der alten Kultur zur Gegenwart

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Thailands Cannabis-Reise: Von der alten Kultur zur Gegenwart

Die erstaunlich lange, oft übersehene und durchweg faszinierende Geschichte, wie Cannabis die thailändische Kultur prägte, lange bevor es die Schlagzeilen beherrschte.

Viele verbinden die Geschichte von Cannabis in Thailand mit den jüngsten Schlagzeilen, der Eröffnung unzähliger Cannabis-Shops und den langen Warteschlangen in Bangkok. Doch die wahre Erzählung reicht mehrere Jahrhunderte zurück – in die Dorfküchen, Heilkammern der Tempel und die Aufzeichnungen thailändischer Heiler, die Cannabis seit Generationen ganz selbstverständlich verwendeten.

Thailand verfügt über eine der ältesten, aber oft weniger beachteten Cannabiskulturen Asiens. Erfahren Sie hier, wie es tatsächlich von der antiken Anwendung über Verbote bis hin zu den heutigen, oft grün illuminierten Geschäften kam.

Die Ursprünge von Cannabis in Thailand

Cannabis wächst wild in Zentralasien und im indischen Himalaya. Seine genauen Ursprünge in Thailand sind jedoch weniger klar. Die gängigste Theorie besagt, dass es von indischen Händlern in die Region gebracht wurde, die auch den Begriff Ganja einführten, abgeleitet vom Sanskritwort Gunja. Der sprachliche Zusammenhang ist unverkennbar: Das Wort für Cannabis in ganz Südostasien basiert fast ausschließlich auf derselben Wurzel. In Thailand ist es kancha, in Kambodscha kanhcha, in Laos kan xa und in Vietnam can xa. Vier Länder, eine gemeinsame Wurzel.

Eines ist jedoch klar: Sobald Cannabis in Thailand Fuß fasste, blieb es. Es wurde nicht als Fremdkörper, sondern als fester Bestandteil des thailändischen Alltags integriert. Man nutzte es für Nahrung, Medizin, Fasern und Textilien. Berühmt wurden Hanfbandagen in frühen Muay Thai Kämpfen, die an den Knöcheln muschelförmige Verdickungen bildeten, bevor sie in den 1920er Jahren durch westliche Boxhandschuhe ersetzt wurden.

Ein fester Bestandteil der Küche

Lange bevor Cannabis zum Gegenstand politischer Debatten wurde, war es eine alltägliche Zutat in der Küche. Thailändische Köche verwendeten Cannabisblätter in Suppen, Currys und Pfannengerichten, vor allem in ländlichen und nördlichen Landesteilen. Die Pflanze verlieh Geschmack und in kleinen Mengen eine milde entspannende Wirkung, die es zu einer natürlichen Wahl nach einem langen Arbeitstag machte. Es wurde nicht als Droge, sondern als Kraut angesehen, vergleichbar mit Zitronengras oder Galgant.

Eines der bekanntesten Beispiele ist das traditionelle thailändische Gericht Gaeng Khi Lek, ein Kräutercurry, das historisch Cannabisblätter als eine von mehreren medizinischen Pflanzenzutaten enthielt. Solche Rezepte waren in thailändischen Haushalten über Jahrhunderte hinweg verbreitet und verschwanden erst, als die Kriminalisierung im 20. Jahrhundert ihre Zubereitung illegal machte.

→ Cannabisblätter waren jahrhundertelang fester Bestandteil der traditionellen thailändischen Küche. → Es wurde als kulinarisches Kraut betrachtet, nicht als kontrollierte Substanz. → In ländlichen und nördlichen Haushalten Thailands war es eine alltägliche Zutat.

Von der Küche in die Medizin

Thailands traditionelles Medizinsystem, Tamraa Phaet Thai, wird seit über 700 Jahren praktiziert und greift auf Hunderte pflanzlicher Zubereitungen zurück. Cannabis spielte dabei eine spezifische Rolle. Es wurde zur Linderung von Schmerzen, Fieber und Verdauungsbeschwerden eingesetzt, ebenso als Entspannungsmittel für Menschen, die sich von körperlicher Anstrengung oder Krankheit erholten. Thailändische Heiler dokumentierten seine Verwendung in Palmblatt-Manuskripten, die noch heute existieren.

Dies war weder eine Randerscheinung noch eine Geheimpraxis. Die Verwendung von Cannabis in der thailändischen Medizin war weit verbreitet und gut dokumentiert – Teil einer breiteren Kräutertradition, auf die Thailand in Produkten von Apotheken bis hin zu Wellnessbehandlungen noch heute zum Tragen kommt. Die Pflanze reihte sich ganz natürlich neben Kurkuma, Kaffirlimette und Heiligem Basilikum als eine wertvolle Ressource für den Körper ein.

→ Cannabis ist in jahrhundertealten thailändischen medizinischen Manuskripten dokumentiert. → Eingesetzt bei Schmerzen, Fieber, Verdauungsbeschwerden und zur körperlichen Erholung. → Teil derselben Tradition wie Kurkuma, Heiliger Basilikum und andere thailändische Heilpflanzen.

Der Vietnamkrieg: US-Soldaten und die Legende von Thai Stick

Während des Vietnamkriegs errichteten die Vereinigten Staaten fünf Militärbasen in Thailand, wodurch es zu einem primären Drehkreuz für US-Truppen in der Region avancierte. In Spitzenzeiten befanden sich Schätzungen zufolge mehr amerikanische Soldaten in Thailand als in Vietnam selbst, wobei Bangkok und die östlichen Küstenprovinzen zum bevorzugten Ziel für Soldatenurlaub avancierten. Cannabis wurde unter ihnen häufig konsumiert, und viele nahmen diese Gewohnheit bei ihrer Rückkehr in die USA mit.

Trotz des Cannabisgesetzes von 1934 markierte diese Periode den Beginn des illegalen Cannabis-Handels in Thailand und den weltweiten Aufstieg von Thai Stick. Von den späten 1960er bis in die 1980er Jahre wurde eine der größten Cannabis-Schmuggeloperationen der Welt von Bangkok aus betrieben, die Hunderte Tonnen hochwertigen thailändischen Cannabis an Märkte von Australien bis Südafrika versandten. Bis 2001 bestätigte die US-amerikanische Drogenvollzugsbehörde (DEA) in einem veröffentlichten Bericht, dass Thailand in den 1970er und 80er Jahren der führende Cannabisproduzent in Südostasien gewesen war. Thai Stick war nicht nur ein Produkt, es war eine weltweit anerkannte Marke – Jahrzehnte, bevor es Cannabis-Shops gab.

→ US-Soldaten im Urlaub in Bangkok kurbelten in der Ära des Vietnamkriegs die frühe Nachfrage nach thailändischem Cannabis an. → Thai Stick wurde in den 70er und 80er Jahren weltweit zu einem der bekanntesten Cannabisprodukte. → Die DEA bezeichnete Thailand in dieser Zeit als den führenden Cannabisproduzenten in Südostasien.

Wie das Verbot zustande kam (unter internationalem Druck)

Thailand kriminalisierte Cannabis 1934 unter dem Cannabisgesetz und mit noch größerer Strenge unter dem Betäubungsmittelgesetz von 1979. Die Gründe dafür lagen jedoch weniger in der thailändischen Kultur selbst als vielmehr im internationalen Druck. Nach dem von den USA geführten globalen Krieg gegen Drogen Mitte des 20. Jahrhunderts übernahmen zahlreiche Länder (darunter auch Thailand) Verbotsrichtlinien, die ihre eigenen historischen Traditionen nicht widerspiegelten.

Das Ergebnis war, dass eine Pflanze, die Thailänder über Generationen hinweg genutzt hatten, fast über Nacht illegal wurde. Rezepte verschwanden, traditionelle Anwendungen gerieten in Vergessenheit. Für rund 80 Jahre verwandelte sich Cannabis vom alltäglichen Kraut zu einer Straftat – nicht, weil Thailand es als gefährlich einstufte, sondern größtenteils, weil das internationale Klima es verlangte.

2022: Ein Wandel in der Politik

Als internationale Medien im Juni 2022 über die Entkriminalisierung von Cannabis in Thailand berichteten, wurde es als mutiges neues Experiment dargestellt. Doch für viele Thailänder, insbesondere für ältere Generationen und all jene, die in der traditionellen Medizin verwurzelt sind, fühlte es sich eher wie eine längst fällige Korrektur an, denn als eine Revolution. Die Pflanze war seit Jahrhunderten Teil des thailändischen Lebens. Die eigentliche Veränderung war lediglich, dass man es nun wieder legal in einem Geschäft erwerben konnte.

Über 6.000 Cannabis-Shops öffneten sich landesweit im ersten Jahr. Bangkok entwickelte sich zu einer der weltweit zugänglichsten Städte für Cannabis. Gleichzeitig zum kommerziellen Aufschwung begann eine wichtige Debatte darüber, wie Cannabis verantwortungsvoll genutzt werden kann – eine Debatte, die tief in Thailands eigener Geschichte mit der Pflanze verwurzelt ist.

→ Thailand war das erste Land in Südostasien, das Cannabis entkriminalisierte. → Über 6.000 Cannabis-Shops öffneten sich im ersten Jahr nach der Entkriminalisierung. → Für viele Thailänder fühlte sich 2022 weniger wie eine neue Politik und vielmehr wie eine Rückkehr zu etwas Vertrautem an.


Teil einer langen Tradition.

Bei Siam Green Cannabis Co ehren wir dieses tief verwurzelte Erbe. Jeder Artikel in unseren Regalen wird strengen Labortests und einer klaren Kennzeichnung unterzogen, ausgewählt mit derselben akribischen Sorgfalt, die thailändische Praktizierende seit Jahrhunderten in ihre Kräutertraditionen legten – heute unterstützt durch moderne Technologie. Wenn Sie mehr über CBD erfahren, eine bestimmte Erfahrung suchen oder einfach die Geschichte hinter der Pflanze ergründen möchten, führt unser Team Sie gerne durch alle Details.

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