Die 4 staatlich anerkannten Cannabis-Sorten Thailands

Von Siam Green · · Aktualisiert 13. Mai 2026
Social-Media-Bild von Siam Green Cannabis Co

Thailand hat seine cannabisrechtlichen Rahmenbedingungen umfassend reformiert. Ziele der Reform sind die Förderung des Tourismus, die Erweiterung der medizinischen Forschung sowie wirtschaftliche Perspektiven für die einheimische Landwirtschaft. Die thailändische Aufsichtsbehörde (FDA) hat im Auftrag des Medical Plant Research Institute, einer Einrichtung des Department of Medical Sciences, vier landeseigene Sorten anerkannt.

Die folgende Übersicht stellt diese Sorten vor und ordnet sie in den thailändischen klimatischen Kontext ein.

Auf einen Blick

Die wesentlichen Cannabis-Gruppen

Sativa

Die Sativa-Linie wurde 1753 erstmals beschrieben; die Bezeichnung geht auf den schwedischen Botaniker Carl Linnaeus zurück. Die Pflanze gedeiht in warmen und feuchten Klimazonen, etwa in Mexiko, Kolumbien sowie Thailand. Sativa-Pflanzen erreichen Wuchshöhen von drei bis sechs Metern, weisen schlanke Stängel sowie schmale, fingerartige Blätter auf und benötigen eine vergleichsweise lange Reifezeit. Sie enthalten in der Regel wenig CBD und einen höheren Anteil an THC, was sie für die Anwendung am Tag interessant macht. Anwenderinnen und Anwender berichten von belebenden Eindrücken und einer Begleitung innerer Anspannung.

Indica

Die Indica-Linie wurde 1785 von dem französischen Naturforscher Jean-Baptiste Lamarck beschrieben. Sie stammt aus Afghanistan, Indien, Pakistan sowie der Türkei, wo trockene und wechselhafte Klimaverhältnisse herrschen. Indica-Pflanzen weisen kompakte Stämme sowie breite, fleischige Blätter auf, reifen schneller als Sativa-Pflanzen und enthalten typischerweise einen höheren Anteil an CBD bei niedrigerem THC-Gehalt. Anwenderinnen und Anwender berichten im Zusammenhang mit Indica-Sorten von Effekten auf den Appetit sowie auf das körperliche Wohlbefinden. Die abendliche Anwendung wird im Kontext einer Begleitung von Schlafstörungen erwähnt.

Ruderalis

Ruderalis, lateinisch für „Schutt”, wurde 1924 von dem russischen Botaniker D. E. Janischewsky erstmals beschrieben. Vorkommen liegen in den sibirischen Wäldern, in Teilen des Himalaya, im mittleren Russland, in Osteuropa sowie im Nahen Osten. Aufgrund der kühlen Klimabedingungen mit geringer Sonneneinstrahlung weisen Ruderalis-Pflanzen vergleichsweise geringe Wirkstoffkonzentrationen auf. Die Pflanzen erreichen meist nicht mehr als 30 Zentimeter Höhe und enthalten geringe Mengen sowohl an THC als auch an CBD. In der Züchtung wird Ruderalis häufig mit anderen Sorten kombiniert, um schnellwachsende Hybride zu erzeugen.

Das thailändische Klima als günstiger Rahmen

Thailand zeichnet sich durch moderate bis warme Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad Celsius aus, die selten unter 20 Grad fallen. Diese Bedingungen erlauben den ganzjährigen Anbau zahlreicher Cannabis-Sorten. Hinzu kommen intensive Niederschläge während der Monsunzeit zwischen Juni und Oktober. Die damit verbundene Luftfeuchtigkeit stellt für bestimmte Sorten eine Herausforderung dar, eröffnet zugleich aber günstige Voraussetzungen für einheimische Pflanzen.

Die 4 staatlich anerkannten thailändischen Cannabis-Sorten

Die thailändische Aufsichtsbehörde unterscheidet die vier anerkannten Sorten anhand dreier wesentlicher Merkmale:

Merkmal 1: Sorten mit hohem THC-Gehalt

Hang Suea Sakon Nakhon (TT1)

Hang Suea Sakon Nakhon ist in weiten Teilen Thailands verbreitet, mit Schwerpunkt in der Provinz Sakon Nakhon im Nordosten des Landes. Die Sorte zeichnet sich durch ein robustes Wuchsverhalten und einen erhöhten THC-Gehalt aus. Im tropischen Klima Thailands gedeiht sie besonders gut, was sie für den Freilandanbau interessant macht. Die Blütenstände sind lang und an die Form eines Ruders erinnernd; das Aroma erinnert an Orangenschale mit einer dezent würzigen Note.

Tanaosri Kankhao (WA1)

Tanaosri Kankhao ist im Tanaosri-Gebirgszug verbreitet, einer Fortsetzung der Thanon-Thong-Chai-Gebirgskette, die die Grenze zwischen Thailand und Myanmar bildet. Wie Hang Suea Sakon Nakhon weist Tanaosri Kankhao einen erhöhten THC-Gehalt auf. Das Aroma umfasst Noten von Orangenschale, ergänzt durch Zitronengras und eine zurückhaltende würzige Komponente.

Merkmal 2: Sorten mit ausgewogenem Verhältnis von THC und CBD

Hang Kra Rog Phu Phan (ST1)

Hang Kra Rog Phu Phan, auch unter der Bezeichnung Phu Phan Thai Stick bekannt, wurde im Phu-Phan-Gebirge entdeckt, das sich über die Provinzen Sakon Nakhon und Kalasin erstreckt. Die buschigen Blütenstände erinnern an einen Eichhörnchenschwanz, was in der thailändischen Bezeichnung Hang Kra Rog zum Ausdruck kommt. Das Aroma erinnert an reife Mango ohne ausgeprägte würzige Komponente.

Merkmal 3: Sorten mit hohem CBD-Gehalt

Tanaosri Kan Daeng (RD1)

Tanaosri Kan Daeng ist ebenfalls im Tanaosri-Gebirgszug sowie in den Thanon-Thongchai-Bergen verbreitet, also im selben Gebiet wie Tanaosri Kankhao. Die Blütenstände gruppieren sich dicht am Ende der Zweige; ein charakteristisches Merkmal ist die rötliche Färbung der Stängel. Das Aroma erinnert an reife Früchte und entfaltet sich ohne ausgeprägte würzige Komponente.

Schlussbemerkung

Drei wesentliche Cannabis-Gruppen prägen die Pflanzenkunde: Sativa mit erhöhtem THC-Gehalt, Indica mit erhöhtem CBD-Gehalt sowie die weniger verbreitete Ruderalis-Linie mit geringen Mengen beider Cannabinoide. Das warme und feuchte Klima Thailands bietet günstige Voraussetzungen für zahlreiche Cannabis-Sorten. Mit der Reform des thailändischen Cannabisrechts hat die Forschung an Bedeutung gewonnen. Die thailändische Aufsichtsbehörde hat vier landeseigene Sorten anerkannt: Hang Suea Sakon Nakhon (TT1), Tanaosri Kankhao (WA1), Hang Kra Rog Phu Phan (ST1) sowie Tanaosri Kan Daeng (RD1).

In den Niederlassungen von Siam Green Cannabis Co in Phrom Phong, Silom, Nana, Chinatown sowie Chaweng auf Koh Samui berät unser Team Sie persönlich zur Sortenauswahl. Für die Abgabe sind ein gültiger Ausweis oder Reisepass sowie die Einhaltung der PT-33-Vorgaben erforderlich.

Come say hi.

Drop into the nearest branch. We're better in person.

See all five branches →